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  • Krise und Krieg - Blog und Newsletter

    Aktion: Meditieren für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden

    Kraft geben und Kraft schöpfen: Wir sind Teil des großen Ganzen und nichts, was wir tun, bleibt ohne Auswirkung.
    Aus dieser Erfahrung und Gewissheit heraus verbinden wir uns und widmen unsere Meditationszeit und Kraft den Menschen in der Ukraine und in diesem Krieg.
    25 Min. täglich zur eigenen Zeit, am eigenen Ort – gemeinsam in Verbundenheit.

    Meditation: Mit dabei sind bislang 20 Meditierende. Zur gegenseitigen Bestärkung veröffentlichen dürfen wir: Winfried Semmler-Koddenbrock und Renate Koddenbrock, Bonn; Barbara, Norwegen; Gabi; Reinhold und Stephanie, Pulheim; Kirsten, Bonn; Agnieszka, Bonn; Rosa; Veronika Rohmann und Rainer Kaps, Alfter; Monika;
    Herzliche Einladung sich uns anzuschließen! Einfach eine Mail an blog@viaintegralis-bonn.de. Den Namen werden wir nur veröffentlichen, wenn Sie es ausdrücklich erwähnen. Alle Informationen und auch einen Vorschlag zur Gestaltung der Meditationszeit finden sie hier.

    Austausch: Zwei Austauschtreffen haben schon stattgefunden. Bei Bedarf gibt es ein drittes nach Ostern. Eine Stunde, um aus der eigenen Stille heraus zuzuhören und sich mitzuteilen. Ankündigung hier.

    Weiter möglich: Teilnahme an der regulären Kontemplation montags 18.00 Uhr in Präsenz der Familienbildungsstätte (Info Startseite) oder online. Neue Teilnehmende können den Link über die Blogadresse anfragen.

    Intro zu Blog und Newsletter

    Seit Beginn der Corona-Pandemie erscheinen der Newsletter und die Blog-Texte in unregelmäßigen Abständen. Die eine Krisenzeit geht gerade schrecklich brutal in die nächste Katastrophe über. Beides ist auch Ausdruck einer viel umfassenderen Krise. Ich möchte Impulse zu Stärkung anbieten. Die älteren Texte kann man weiter unten auf der Seite per Link öffnen. Erläuterung zum obigen Zitat von Rilke unter Blogtext 11.

    Newsletter hier bestellen: www.viaintegralis-bonn.de/anmeldung-zum-newsletter. - Mit dem Newsletter erhalten Sie die neuen Texte des Blogs.

    Kommentar- und Dialogmöglichkeit

    • Für Rückmeldungen zum Newsletter und dem Blog-Dialog, die veröffentlicht werden dürfen (bitte dabei angeben, unter welchem Namen oder unter N.N.) : blog@viaintegralis-bonn.de, Auswahl oder Kürzung vorbehalten.
    • Für Rückmeldungen an mich persönlich ist die Emailadresse auf der Webseite unter dem letzten Reiter "Über uns / Kontakt" zu finden.

    Aktuelle Infos zur Hilfe für den Wiederaufbau im Ahrtal auf der Startseite unter Aktuelles.

    • Blogtexte

      30. noch schlimmer - 07.03.22

      Die Bilder aus Kiew oder Mariupol sind kaum zu ertragen. Zudem droht die jetzt schon unvorstellbare Situation noch schlimmer zu werden. Wir können nicht wegschauen. „Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit“ (1 Kor 12,26). Es sind unsere eigenen Glieder, wir sind alle ein Leib!

      Die bisherigen Interventionen des Westens reichen möglicherweise nicht aus. Es ist bitter auszuhalten, dass so etwas Schlimmes geschieht und dass die Welt bisher entscheidend nichts machen kann. Wir spüren unsere Hilflosigkeit. Die Welt ist nicht heil, schon vorher nicht. Es gibt so viele Kriege, in Tigrai, Jemen oder Syrien, dieser Krieg ist nur näher. Aber ist ein syrischer Flüchtling weniger wert als einer aus der Ukraine?

      In den Religionen gibt es u.a. zwei Weisen, sich in Situationen von unendlichem Leid Luft zu verschaffen. Im Buddhismus den Modus des Bezeugens, das Aushalten, das Sehen der Menschen im Leid, wir vergessen Euch nicht. Und im Judentum und Christentum die Gebetsform der Klage: Wir dürfen zu Gott schreien ob des Unrechts in der Welt und auch ob der eigenen Not. Und so schreien wir unsere Wut und Ohnmacht hinaus, Gott höre das Klagen! Ich glaube, dass Gott ein hörender Gott ist, der mitfühlt mit der Not seiner Kinder.

      Bild: Friedhelm Kurtenbach: NO WAR PEACE

      In der Verzweiflung hilft Handeln. So organisieren Menschen Hilfstransporte, Spendenaktionen oder gehen auf Demos. Wir von der via integralis in Bonn haben ein Meditationsprojekt gestartet. Meditation ist auch Handeln (durch Nicht-Handeln). Infos dazu finden Sie auf dieser Seite im obersten Abschnitt.
       
      Es ist wissenschaftlich erforscht, dass Meditation gewaltmindernd auch in einer Region wirkt, wenn genügend Menschen regelmäßig meditieren (Beispiele mit Kriminalität in amerikanischen Städten oder mit einer Vor-Ort-Gruppe im Grenzgebiet zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn). Jedes Tun von uns hat seine Auswirkung, wir wissen nur nicht welche. Das sagt uns auch die moderne Physik. Was kann Meditation bewirken angesichts so viel negativer Energie? Wir wissen es nicht. Wir können durch Meditation niemanden zu etwas zwingen, auch nicht das große Geheimnis, das wir Gott nennen. Es ist kein Zusammenhang der Wunscherfüllung. Aber wir dürfen vertrauen, dass Meditation wirkt, auf uns selbst, auf unser unmittelbares Umfeld und auf das große Ganze. Wir sind nicht ohnmächtig, wir sind ein handelnder Teil des Ganzen.
       
      Ferner hilft, den positiven Gegenpol zu stärken und zu leben: Natur, Musik, Entspannung oder Begegnung, alles, was das Vertrauen in mir stärkt. Auch angesichts dieser Tragödie ist es berechtig, sich um sich selbst zu sorgen und handlungsfähig zu bleiben.
       
      Die Schweizerin Delia Moosbrugger hat das Gebet der UNO leicht umformuliert*, indem sie die negativen Begriffe wie "Krieg" in eine positive Ausdrucksform gewandelt hat:
       
      Gebet der UNO*
       
      Unsere Erde
      ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
      An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen,
      dessen Geschöpfe so leben können,
      wie es ihr Schöpfer vorgesehen hat:
      in Frieden und Liebe miteinander,
      mit Verständnis und Toleranz füreinander,
      Nahrung und Lebensraum untereinander teilend.
      In Gemeinschaft mit allen Rassen,
      Hautfarben oder Weltanschauungen.
      Gib uns den Mut und die Voraussicht,
      schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
      damit unsere Erde zu einem Planeten der Schönheit,
      des Friedens und der Freiheit werde,
      und unsere Kinder und Kindeskinder
      einst stolz den Namen MENSCH tragen.


      Die bisherigen Texte

      25.02.2022

      29.  Ukraine - In großer Sorge

      “Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.” Link zu Text 29



      03.02.2022

      28.  Uns von der Komplexität nicht verrückt machen lassen

      Die Situation ist so komplex. Steuern im Ungewissen. Link zu Text 28

      25.11.2021

      27.  Wissen und Nicht-Wissen

      Wissen kann uns im Wege stehen, wenn wir daran oder an einem Teilaspekt festhalten. Nicht-Wissen ist ein Potential der Tiefe. Link zu Text 27

      10.09.2021

      26.  Weichenjahre

      Bei der Klimakrise müssen wir in den nächsten 10 Jahren wesentliche Maßnahmen umsetzen. Link zu
      Text 26

      07.08.2021

      25.  Helfende für Ahrtal gesucht

      Die Not im Ahrtal ist immens, das Wirken ehrenamtlicher Helfender beeindruckend. Link zu Text 25


      26.06.2021

      24.  Aufschrei !

      Die Covid-Impfungen sind in der Welt massiv ungleich verteilt. Link zum Text 24


      12.05.2021

      23.  Woher kommt die Energie?

      Von der Bedeutung der Resonanz (Hartmut von Rosa). Link zum Text 23


      04.04.2021

      22.  Durch die Pforte schreiten 

      Gelassen im Sturm - White Eagle, Häuptling der Hopi Indianer, zur soziale und die geistliche Dimension der Krise. Link zum Text 22

      27.02.2021

      21.  genervt und mürbe

      Unsere Probleme im größeren Kontext sehen. Es braucht eine Kultur der Fürsorge. Link zum Text 21


      18.01.2021

      20. Die Krise hinter der Krise

      Wäre nicht ein anderes Leben auch attraktiver für uns? Link zum Text 20


      18.12.2020

      19.  Stille Nacht

      Die interessanteste Stille ist die, die in mir ist. Link zum Text 19


      18.10.2020

      18.  Die Ohnmacht Gottes

      Gott ist doch allmächtig! Ist das so? So viele werden wegen diesem Punkt an Gott irre. Link zum Text 18


      14.09.2020

      17.  Zeitenwende

      Integrales Bewusstsein und Zuhören. Link zum Text 17



      15.08.20

      16.  Unsicherheit

      Die Unsicherheit bleibt länger. Wir reagieren unterschiedlich. Link zum Text 16


      02.07.20

      15.  Eckhart: Sich lassen

      Gelassenheit zu lernen ist ein lebenslanger Übungsweg. Der Gewinn dabei könnte eine überraschende Offenheit sein. Link zum Text 15

      20.06.20

      14.  Der kleine Schritt

      Die geringsten Dinge tun im Bewusstsein, dass sie mein Beitrag zum Ganzen sind. Link zum Text 14


      07.06.20

      13.  Das Neue !?

      Wir stecken in einem epochalen Umbruch als Menschheit. In welche Richtung geht dieser Geburtsprozess? Link zum Text 13

      29.05.20

      12.  Neustart der Kontemplation

      Am 08.06. beginnen wir vorsichtig mit der Kontemplation. Infos dazu im Text 12


      24.05.20

      11.  Mach mich zum Wächter deiner Weiten

      Eingewebt in den Zusammenhang allen Lebens: Ver-
      bundenheit, Hören und Verantwortung. Link zum Text 11


      17.05.20

      10.  Kein Ende abzusehen

      Wie sähe Selbstfürsorge aus, wenn wir uns noch auf längere Zeit auf deutliche Einschränkungen einstellen müssen? Link zum Text 10

      10.05.20

      9.  Zu viel

      Manchmal hilft eine Pause.
      Link zum Text 9 (ein sehr kurzer)


      03.05.20

      8.  Unsere Königswürde

      Zu groß oder zu klein? Die Krise verunsichert uns. Vielleicht ist das nicht schlecht. Link zum Text 8

       

      26.04.20

      7.  Was aufgedeckt ist

      Nicht wegschauen, wir sind Teil des Problems. Es braucht eine gemeinsame Vision. Link zum Text 7


      19.04.20

      6.  Zieh den Kreis nicht zu klein

      Was spiegelt die Pandemie? Lösungen gibt es nur im Miteinander. Link zum Text 6


      11.04.20

      5.  Auferstehung konkret

      Durch das Dunkel hindurch scheint der Himmel hell. Ostern als Verwandlung. Link zum Text 5


      06.04.20

      4.  Fenster des Himmels

      Sich bewusst ausrichten auf die Kräfte, die uns unterstützen können. Link zum Text 4


      30.03.20

      3.  Auf mich achtend, ...

      Wenn ich nicht auf mich gut achte, wie soll ich dann anderen gegenüber achtsam sein? Link zum Text 3


      22.03.20

      2.  Ich bin da

      Leben mit der Angst, den Ruf im Jetzt hören, ganz da sein. Link zum Text 2


      17.03.20

      1.  Jetzt hilft nur noch beten ...

      Verändert beten? Was stärkt unser Vertrauen?
      Link zum Text 1

    • Dialog und Kommentar

      Beiträge

      >  09.03.2022  -  A.N., Münster zu Newsletter 30

      ...ganz herzlichen Dank!!! wollte ich schon nach dem vorletzten NL sagen, aber für diesen noch einmal ganz besonders. Und auch für dieses wunderbare und heilende Gebet! Sich in der Meditation gemeinsam zu verbinden ist eine Idee, die ich richtig gut finde - bei aller Ohnmacht und Klage...

      >  08.03.2022  - Claudia Nothelfer, Boniswil CH zu Newsletter 30

      Danke von Herzen. Dir verbunden im Handeln und Nicht-Handeln und im Herzen, das Heilung sucht.

       

      >  27.02.2022  -  Elke und Henry Emmerich, Troisdorf zu Newsl. 29

      Vielen Dank für Deine Gedanken und Anregungen zu der momentanen furchtbaren Situation in der Ukraine und in Europa!

       

      >  27.02.2022  -  Agnieszka, Bonn zu Newsletter 29

      Ich danke Dir für diesen Newsletter, wie gut, dass er kommt.
      Auch ich bin erschüttert über den Krieg.
      In dieser Zeit spüre ich, stärker denn je, vielleicht sogar ganz neu, die Verbundenheit von uns allen in dem tiefen All-Bewusstsein, in Gott. Ich spüre Ohnmacht. Und ich spüre die Macht unseres Bewusstseins. Habe gerade Meister Eckehart aufgeschlagen: “..Mit meinem Willen vermag ich alles: kann aller Menschen Mühsal tragen..“. In Hoffnung

       

      >  25.02.2022  -  Stephanie zu Newsletter 29

      dein persönliches Zeugnis sammelte in mir all das, was ich fühlte
      körperlich, kollektiv
      niederschmetternd ausweglos
      Ohnmacht und Trauer
      mit den Menschen in der Ukraine
      und über den Bruch des Völkerrechtes

      und dann deine Worte:
      diese Not - vor das Geheimnis, das wir Gott nennen
      diese Kraft, die wirkt
      tief in uns
      uns befähigt zu Ausdauer, Liebe und Entschiedenheit

      spüre körperlich
      die Wirkmacht dieser Gewissheit
      Friedvolles Miteinander ist möglich!
      als Weltgemeinschaft
      und fängt bei mir an
      immer wieder neu

      in Verbundenheit

       

      >  25.02.2022  -  Josef M. zu Newsletter 29

      Ich bin tief beeindruckt von Deinen einfühlsamen, zutreffenden und eindringlichen Worten; herzlichen Dank!

      Deinen Aufrufen zum Gebet folge ich gerne, zumal ich ohnehin mehrfach in der Woche an einer Messe teilnehme.
      Bei Spirit & Soul habe ich mich angemeldet.

      Hoffen wir auf die gemeinschaftliche Kraft von Gebet und Gedanken.
      Deine Worte haben mich sehr beeindruckt und bestärkt.

       

       

      >  12.09.2021:  -  Stephanie zu Newsletter 26

      Innezuhalten, die “vielen Möglichkeiten im Alltag“ immer mehr mitzubekommen, bei denen ich mich für Mitmenschlichkeit und Klimaschutz entscheiden kann und mich dann auch wirklich zuständig zu fühlen und mich einzusetzen – deine Impulstexte sind mir dazu eine Wahrnehmungshilfe, machen Mut und stärken, wo es mühsam wird. Und sie machen aufmerksamer auch für die kleinen Veränderungen, die dadurch aufblühen und Kreise ziehen.

      Was für eine wertvolle Wegstrecke mittlerweile – 26 Impulstexte und anderthalb Jahre. Danke!

       

      >  04.04.2021:  -  V.J. zu Newsletter 22

      Der Inhalt schmeckt mir gut und stärkt auf dem langen Weg.

       

      >  08.11.2020  -  Josef M. zu Newsletter 13+14

      Deine Texte schätze ich außerordentlich, sie sind mir immer Inspiration und Impuls.
      "Meditative Haltung“ ist meine Kurzformel, aber wie kann man das vermitteln?
      Die Katechesen von Papst Franziskus, die seiner Enzyklika „Fratelli Tutti“ vorausgegangen sind auch und natürlich die Enzyklika selbst beschreiben es so treffend, wie ich es sonst nirgends gelesen habe.
      Du hast ja die zentrale Aufgabe neulich prägnant beschrieben: Änderung des Konsumverhaltens und der Produktionsverfahren. Um nichts anderes geht es dem Papst, er hat diese Thematik gefächert und konkretisiert.

       

       >  02.11.2020  -  Calathea zu Newsletter 18

      Als Kind habe ich mir Gott als einen alten Mann mit schlohweißem Haar und langem Bart vorgestellt. Als Erwachsene bin ich einmal auf Gleis 3 in Bonn einem alten Mann begegnet, der dieser kindlichen Vorstellung entsprach. Im Vorübergehen hatten wir nur Augenkontakt und wir lächelten uns an. Ich bereue heute noch, dass ich ihn nicht ansprach.

      Es war auch der Beginn meiner spirituellen Suche.

      Einige Zeit später habe ich im Kloster des Franz von Assissi Le Celle wieder eine Augenblicks-Begegnung in der Kapelle. Während einer Messe hörte ich Schritte hinter mir. Ich drehte mich um und mir stockte der Atem, ein alter Mönch in weißer Kutte und schlohweißem langen Haar und Bart Ja, so habe ich mir Gott als Kind vorgestellt. Ich war wie bei der ersten Begegnung voll mit Glück erfüllt. Diese Augenblicks-Begegnungen haben sich in mein Herz eingebrannt.

      Nach Jahren habe ich die göttliche Kraft spüren dürfen. Sie hat sich mit meinem Wesen verbunden. Gott ist nicht außen, die göttliche Kraft wirkt in mir. Sie wirkt in jedem. Sie erfahren zu dürfen – ein Geschenk. Sie befreit mich nicht vom Leid. Sie hilft mir in leidvollen Zeiten. Sie gibt mir Vertrauen, die Wellen des Lebens zu meistern. Sie macht demütig.

      Gott ist Kraft ist einfach du ist Gott ist einfach Leben.

       

      >  23.10.2020  -  A.B. zu Newsletter 18

      Danke auch für deinen Newsletter zur Ohnmacht Gottes. Das war mal richtig nötig. Ich erlebe so viel Ohnmacht mit unserer kranken Tochter seit 20 Jahren täglich.

      Wenn Gott etwas tun könnte, um ihr Leiden zu lindern, denke ich, hätte er es getan. Sonst ist es nicht mein Gott. Da braucht man ja nur in die Welt zu schauen zu den unzähligen Leidenden.

      Auch wenn dieses Leiden zum Teil von uns Menschen verursacht ist, erlebe ich darin die Ohnmacht Gottes. Er hat keine Macht über uns und unser Handeln.

      Das Kreuz Jesu, die sichtbare Ohnmacht Gottes, ist im Grunde das Einzige, was mich am Glauben hält. Und die Botschaft der (Nächsten)-Liebe.

      Das zählt und wirkt und macht das Leben dann doch erträglich und trotz allem Schweren immer wieder schön.

       

       

                       Selbst August Kekulé trägt jetzt einen Mundschutz
                                         Bonn, Meckenheimer Allee
                                                Vorbild: So ja  -  ...


      >  02.07.2020  -  Eva zu Newsletter 13-14 und Beitrag Stephanie (29.06.2020)

      Ich bin eher zögerlich mit Begriffen wie einer "epochalen Wende". Denn ich denke, dass es selbst in der nicht so lange zurückreichenden Menschheitsgeschichte (damit meine ich z.B. einen Zeitraum von heute bis ca. Ende Mittelalter) schon viele dramatische Zeiten und Umbrüche gegeben hat und große Visionen wie "Nie wieder Krieg". Beileibe nicht alle diese Ziele konnten sich langfristig behaupten. Corona schockt und bewegt uns m.E. deshalb so stark, weil wir die letzten Jahrzehnte zumindest in Deutschland / Europa auf einer relativ problemlosen "Insel" lebten, in einem „goldenen Zeitalter“ und Krisen kaum erfahren haben.
      Daher bin ich auch zurückhaltend im Hinblick auf Erwartungen, dass es nun um das (große) Neue gehe, dass die Menschheit einen grundlegenden Wandel realisieren wird. Zweifellos hat es bereits viele Veränderungen gegeben (schon alleine zu meiner Lebzeit). Aber es ist für mich eher ein langsamer Prozess, auch mit Rückschlägen - und zumindest für mich mit unklarem Ziel. Vielleicht sind wirklich die kleinen Schritte wichtig. Jemand schrieb mir einmal: Das wirklich Große geschieht so schlicht wie das Wachsen von Getreide. Und wird damit vielfach kaum wahrgenommen. In diesem Prozess sind die jetzige Krise und die Reaktionen darauf m.E. nur ein kleines Puzzleteil.

       

      >  29.06.2020  -  Stephanie zu Text 13 + 14

      Dein Impulstext 13 „Das Neue!?“ hat mich direkt beim ersten Lesen tief berührt, weil er ausspricht und zusammenbringt, was ich selber auch fühle: - „Wir stecken in einem epochalen Umbruch der Menschheit, in einer großen Geburt.“, -  „wie viel möglich ist, wenn sich fast alle auf ein gemeinsames Ziel hin ausrichten“ und - dass wir als (Erden-)Volk „ohne Visionen verwildern“. Ich habe dann voll Elan versucht, für das Neue, was es braucht und das ich leise spüre, Worte in mir zu suchen und war frustriert, weil, ich merkte:

      1. je konkreter ich versuchte zu werden, desto schwieriger würde es, dass sich alle damit identifizieren können.
      2. der kleinste gemeinsame Nenner ist gleichzeitig universell und groß – und nicht neu: dass jeder Mensch frei, gleich und würdevoll leben können soll, dass wir der Natur als Ganzes und allen Menschen achtsam begegnen und wir mit allen und allem verbunden sind. Und doch können die alten Antworten unsere Probleme nicht lösen.
      „Synergie“ – Zusammenspiel und die Antwort von Thich Nhat Hanh „Was wir am dringlichsten tun müssen (um die Welt zu retten), ist, in uns hineinzuhorchen und zu hören, wie die Erde weint.“ sind mir dann Spur zu dem gewesen, was ich in mir fühle: die Globalisierung unseres Lebens geschieht bisher im Wesentlichen nur in unserem Kopf, während wir unsere Fähigkeit des Wahrnehmens in allen anderen Bereichen immer mehr vernachlässigen und sie so eher kleiner werden.

      Kompletten Text lesen

       

       

      10.05.2020  -  Friedhelm Apollinar zu Text 9

      Bei deiner wertvollen, seelsorgerischen Arbeit ist es in der schwierigen Situation sicher sehr wichtig, auch mal an die eigene Seele für neue Energie zu denken.

       

      >  04.05.2020 - Josef zu Text 7:

      Diesmal kommt meine Antwort besonders spät aber um so mehr stimme ich Deiner Analyse zu. Gleichwohl sehe ich, dass die Menschheit seit Jahrtausenden unfähig und unwillig ist, die sich wandelnden aber immer wieder furchtbaren Kalamitäten zu vermeiden bzw. zu beseitigen.Auch Christi Erscheinen hat zu keinen umfassenden Veränderungen geführt, allerdings hat er klar gemacht, dass es und wie es anders geht. Wir und alle ,die die Tiefe des Problems erkennen, können nur mit der eigenen Gesinnung und Haltung zur Lösung beitragen, da hat Buber Recht. Danke für Deinen Klartext und Deine Anstöße und Impulse.

       

       

      >  04.05.2020  -  Stephanie zu Beitrag von Calathea (30.04.20)

      Es freut mich sehr, dass wir hier auch ganz unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen zusammenbringen können.
      Bei mir ist es genau andersherum.
      Je stiller es in mir durch das Sitzen wird, ja, desto klarer steigt der „Klang der Glocke“, der “die ganze Welt umfasst“ und mich dadurch spüren lässt, dass ich verbunden bin. Mit allen und allem. Das macht mein Sitzen, Sein und kleines Handeln zum Weltgeschehen.
      in Stille.laut.
      hautnah.weit.
      hat alles „Platz“.
      Durch das Sitzen bin ich deutlich bewegter geworden und
      (über-) politisch denkender und handelnder.
      Als nebelig empfinde ich das nicht.

      >  30.04.2020  -  Calathea zu Text 7

      Mit einem unguten Gefühl habe ich den Newsletter 7 gelesen.
      Der spirituelle Weg, den ich mit dem ZEN-Weg gehe, hat keinen Platz für das politische Geschehen. Damit vernebele ich die Erkenntnis-Möglichkeit und verlasse den Weg der Stille.
      Der Klang der Glocke steigt hoch hinauf, zieht seine Kreise, umfasst die ganze Welt.
      „Liebe es unbekannt zu sein und für nichts gehalten zu werden.“
      (Hugo M. Enomiya-Lassalle, Ein Leben zwischen den Welten)

       

       

                                                 ... und so nicht!

      >  28.04.2020  -  Rainer zu Text 7:

      Danke für Deine Systemfrage. Ich denke, wir müssen die Systemfrage mit aller Macht stellen, weil die Mächtigen im System ein großes Interesse haben, die Probleme zu individualisieren und damit zu privatisieren. Wenn wir keine Gemeinschaft bilden, werden wir wie bei Kafka "Vor dem Gesetz" vor der Tür sterben. Aus Angst vor den weiteren Türhütern werden wir gar nicht beginnen, die Türen zu öffnen. Mindestens zwei Türhüter müssen wir dabei überwinden:

      1. Unsere eigenen kollektiv geförderten Süchte
      Richard Rohr zeigt in seinem Buch "Zwölf Schritte der Heilung" auf, dass unsere westliche Welt von verschiedensten Abhängigkeiten geprägt ist (Konsum, Macht, Schnelligkeit, Leistung, Alkohol, Sex, Anerkennung, Denkgewohnheiten usw.). Wir merken kaum, wie sie uns festhalten. Der christliche Glaube hat für viele nur die Funktion eines frommen Überbaus, der aber an der grundlegenden Suchtstruktur nichts ändert. 

      2. Anonyme ökonomische Strukturen
      Weil sie alltäglich sind, gaukeln sie eine Normalität und Legitimität vor, die sie nicht haben. Man hat den Eindruck, dass eher die Welt untergeht, als dass sich die Strukturen verändern lassen. Dennoch sind sie von Menschen geschaffen und dadurch veränderbar.

      Wir sollten uns von den Türhütern keine Angst einjagen lassen. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Wege entstehen, wenn wir sie gehen. Die Türen sind - wie in der Geschichte Kafkas - offen!

       

       


      27.04.2020  -  Friedhelm Apollinar zu Text 7

      Sehr gute Worte und Gedanken von dir, die für mich die Ursache der Krise sehr gut beleuchten.
      Das einzige, was ich in der Krise doch sehr vermisse, ist, das überhaupt nicht oder nur sehr selten über einen spirituellen Sinn, die Seele, Gott und die kontemplativen Chancen durch die Krise für die gesamte Schöpfung gesprochen wird.
      Ich freue mich sehr, dass die Margerite so wunderbar blüht.

       

      >  27.04.2020  -  A. Böttges

      Ich finde es großartig, wie du Spiritualität und politisches Handeln miteinander verbindest! So soll es sein!
      Ich danke dir für deinen spannenden Newsletter, der uns gut durch diese Wochen führt!



      >  26.04.2020  -  Gerda zu Text 7

      Vielen Dank für deine Newsletter, die mich bereichern und inspirieren.
      Ich empfinde diese Zeit noch immer als unwirklich und fühle gleichzeitig, dass dieses Virus für mehr steht... Und ein bisschen macht mir das alles auch Angst.
      Aber ich kann mich auch an den Maiglöckchen in meinem Garten erfreuen.

       

       

      >  25.04.20  -  Josef zu Text 6:

      Mir gefällt besonders, dass Du die Problematik der Globalisierung mit den typischen Begleiterscheinungen aufgeblendet hast. Sie könnte viel Gutes bewirken aber ihr bisheriger Verlauf ist vor allem mit den von Dir genannten Exzessen verbunden. Sie erinnern mich an die Frühphase der Industrialisierung . Es hat mehr als ein Jahrhundert gedauert, um daraus eine gebändigte soziale Marktwirtschaft zu formen und das keineswegs überall bzw. zufrieden stellend.
      Vielleicht bedarf es großer und im heutigen Fall weltweiter Katastrophen, um zu einer Besinnung und Zähmung zu gelangen.

      21.04.20  -  Brigitte:

      Und überhaupt tut die Verbundenheit in der Stille gut, tut gut, hilft auch dazu, realistisch und geerdet und zuversichtlich zu bleiben und sich nicht von frei flottierenden Ängste anstecken zu lassen.

      >  21.04.20  -  Christina zu Text 6:

      Bei dem Thema des letzten Textes stimme ich dir sehr zu. Die Lebensrettung steht eben nicht überall an erster Stelle. Ich würde sogar noch weiter gehen: beim Thema Verkehr, Klima etc. interessieren die Menschen, die Schaden erleiden, überhaupt nicht, der Profit geht vor. Inzwischen machen mir auch autoritäre Strömungen, Abschaffung von Grundrechten und wirtschaftliche Nebenwirkungen - auch die können töten! - mehr Sorge als das Virus.


      >  21.04.20  -  Jörn Risse:

      Insgesamt können wir nur hoffen und beten, dass die Menschheit halbwegs heil aus der Pandemie herauskommt und vor allem auch etwas daraus lernt. Damit meine ich vor allem eine Reduktion des teils ausufernden Lebensstils, der parallel zur Globalisierung eingesetzt hat, mit Urlaubsflügen in alle Welt etc., und das fast absolute Primat der Wirtschaft, auch vor der Gesundheit.

      >  20.04.20  -  Eva zu Text 6:

      Du sprichst mir aus dem Herzen. Zweifellos gehen wir in Deutschland und Europa durch eine stark belastende Zeit – jeder Todesfall, oft unter dramatischen Umständen, wiegt schwer. Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen werden gravierend sein.

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      > 19.04.20  -  S.H. zu Text 6:

      Als erste Reaktion verstärkte dein neuer 6. Impuls in mir das Gefühl der Ohnmacht und des inneren Leidensdrucks. Und ich spürte die Sorge, dass es sich kleindenkend anhören wird, wenn ich betone, dass ich es besonders für den Austausch im Blog wichtig finde, bewusst bei unseren Wirkmöglichkeiten zu bleiben!

      (Kompletten Text lesen)